Pressetext, Programm, Preise der DruckKunst 2004
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Internationale Grafikmesse DruckKunst 2004

Pressemitteilung
Alle zwei Jahre und jetzt wieder am 27. und 28.3.2004 präsentiert das Museum der Arbeit in Kooperation mit dem Netzwerk Druckgrafik die kleine, aber feine internationale Grafikmesse DruckKunst. 20 renommierte, druckgrafisch arbeitende Werkstätten, Künstlergruppen und KünstlerInnen stellen Ihre Werke und Angebote vor. Es gibt zeitgenössische Grafik aller Techniken auf höchstem Niveau und in großer Vielfalt zu sehen und zu kaufen.
Gleich fünf der namhaftesten europäischen Auftragswerkstätten für Lithographie geben Einblicke in die in ihren Werkstätten entstandenen Künstlerdrucke. Die Steindruckerei Ernst und Erika Hanke aus der Schweiz, Forrer Steendruk aus den Niederlanden, die Saalpresse Bergsdorf und die Tabor Presse Berlin sowie Stephan Rosentreter aus Leipzig werden Arbeiten von P. Wunderlich, B. Bruni, W. Vostell, A.R. Penck, St. Balkenhol und anderen präsentieren.
Während die ersten vier genannten Steindruckereien schon zu den „alten Hasen“ gehören, hat Stephan Rosentreter erst Ende der neunziger Jahre als letzter Steindrucker bei der Handwerkskammer in Leipzig die Gesellenprüfung abgelegt. Anschließend wurde der Beruf des Lithographen und Steindrucker endgültig aus der Liste der Ausbildungsberufe in Deutschland gestrichen.
Eine weitere bedeutende Auftragswerkstatt ist der V.E.B. Schwarzdruck aus Ost-Berlin, hinter dem sich der Buchdrucker, Setzer und Typograph Marc Berger verbirgt. Er wird Hochdrucke, Buchprojekte und typographische Arbeiten aus seiner Handpresse zeigen. V.E.B. steht hier übrigens für den Vollstrecker Erbarmungslosen Buchdrucks.
Ferner präsentieren Künstlergruppen Arbeiten aus ihren Werkstätten: Die Bielefelder Handpresse kommt mit Lithographien, Hoch- und Tiefdrucken im Gepäck. Die Edition Drei Punkt aus München zeigt Druckgrafik ihrer drei aus verschiedenen Ländern kommenden Mitglieder. Mit den beiden KünstlerInnen aus der Druckwerkstatt K02 in Berlin ist ganz junge Grafik in Form von Radierungen vertreten.
Aus den Niederlanden kommt das Grafisch Atelier Friesland mit Hoch-, Tief-, Flach- und Siebdruck.

Bei der Druckstelle Berlin und der Villa Magdalena K. aus Hamburg handelt es sich um Frauendruckwerkstätten, die jedoch unterschiedlich agieren. Die beiden Künstlerinnen der Druckstelle Berlin beschäftigen sich mit Tiefdruck und bieten auch ein umfangreiches Kursprogramm für Radierung an, welches sich an Männer und Frauen richtet.
Die Villa Magdalena K. in Hamburg ist ein reines Frauen-Wohn- und Arbeitsprojekt. Die Werkstatt ist für Siebdruck und Buchdruck eingerichtet und kann auch von anderen Frauen genutzt werden. Mittwoch Abend gibt es eine offene Werkstatt. Außerdem finden Kurse statt, es gibt auch ein Fotolabor und einen Ausstellungsraum.
Die Mitglieder des DRUCKWERKSTATT eV Hamburg zeigen Lithographien, Radierungen und Buchdrucke. Der Verein bietet KünsterInnen und GrafikliebhaberInnnen die Möglichkeit die Werkstatt in Altona zu günstigen Konditionen zu nutzen. Radierpresse, Lithowerkstatt, Buch- und Hochdruckpressen, Buchbinden, Papierschöpfen, Siebdruck, Foto und MAC stehen zur Verfügung. Außerdem gibt es ein reichhaltiges Kursprogramm, welches auf der DruckKunst 2004 vorgestellt werden wird. Der DRUCKWERKSTATT eV wurde von der Künstlerin Gerten Goldbeck gegründet, die auch die Messe kuratiert.
Neben Auftragswerkstätten und Werkstattgruppen werden auch einzelne hauptsächlich grafisch arbeitende KünstlerInnen ihre Arbeiten vorstellen. Wim Jonkman von der Steendrukerij Obelisk ist auch Dozent an der Kunsthochschule in Groningen. Jonkman zeigt neueste Steindrucke aus seiner Steindruckerei in der Nähe von Delfzijl. Helmut Mitschke aus dem Allgäu, der im letzten Jahr den Workshop der Hamburger Lithografietage im Museum der Arbeit leitete, präsentiert seine Spezialität feinster Lavuren und Strukturtechniken auf dem Stein. Ferner dabei: Rosa Gabriel aus Geldern und Elisabeth Axmann aus Hamburg mit Holzschnitten und anderen Hochdrucken, Jürgen Grenzemann aus Schleswig-Holstein mit Radierungen und Heliogravüren, die er über den Messetermin hinaus im Museum zeigen wird. Rudolf Hörschläger von der Druckwerkstatt Uferstöckl in Österreich präsentiert Lithographien, Radierungen und Hochdrucke. Aus Ungarn reist Imre Keri an und zeigt neueste Werke.
Die Messe DruckKunst 2004 richtet sich an ein breites Publikum. GrafikliebhaberInnen finden hier auf 600qm hochwertige zeitgenössische Druckgrafik. KünstlerInnen können sich über Auftragsdrucke oder die Möglichkeiten zum Selbstdrucken informieren. Im Begleitprogramm werden Lithographie und Buchdruck in den Schauwerkstätten des Museums erklärt. Nach der Eröffnung am Freitag um 19.00 Uhr gibt es ein Forum für Fachleute über die aktuelle Situation der Druckgrafik.
Weitere Informationen zu der Messe finden Sie unter www.Museum-der-Arbeit.de.

Programm
Freitag 26.03.2004
um 19.00 Uhr Eröffnung durch die Direktorin des Museums, Begrüßung und Einführung: Gerten Goldbeck (Kuratorin der Messe), anschließend Fachtreffen


Samstag 27.03.2004
Öffnungszeiten: 10.00 – 17.00 Uhr.
12.00, 14.00, 16.00 Uhr Vorführung Lithographie
13.00, 15.00 Uhr Vorführung Buchdruck
11.30, 13.30, 15.30 Führung durch die Messe

Sonntag 28.03.2004
Öffnungszeiten: 10.00 – 16.00 Uhr
12.00, 14.00 Uhr Vorführung Lithographie
13.00, 15.00 Uhr Vorführung Buchdruck
11.30, 13.30, 14.30 Führung durch die Messe

 

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